Tempo 30 im Wohnquartieren - das Bundesgericht hat entschieden
Im Frühling 2006 hatte die Gemeindeversammlung
von Wahlern zum zweiten Male mit klarer Mehrheit der Einführung von Tempo
30 auf Quartierstrassen zugestimmt. Dagegen erhob ein Ehepaar aus Schwarzenburg
Beschwerde und die Statthalterin hiess diese gut. Gegen diesen Entscheid wiederum
erhob der Gemeinderat Wahlern beim kantonalen Verwaltungsgericht Einsprache.
Im Frühling 2008 stützte das
Verwaltungsgericht die Absichten der Gemeinde und hob den statthalterlichen
Entscheid auf. In der Begründung hiess es, die Tempo-30-Gegner hätten
nicht konkret dargelegt, wo und warum die Geschwindigkeitslimiten unverhältnismässig
seien, zudem sei eine besondere persönliche Betroffenheit der Einsprechenden
nicht ersichtlich. Im Übrigen sei das von einem Verkehrsplaner erarbeitete
Gutachten der Gemeinde genügend. Gegen diesen Entscheid des Verwaltungsgerichts
erhob das Ehepaar darauf Beschwerde beim Bundesgericht in Lausanne.
Diese wurde nun am 9. Oktober von der letzten Instanz abgewiesen und in Schwarzenburg
kann jetzt in den Quartieren Tempo 30 eingeführt werden. Die von Gemeinderat
Peter Nussbaum geleitete Arbeitsgruppe (mit Vertretungen aus Landwirtschaft,
Elternrat und anderen Berufs- und Bevölkerungskreisen) wird zusammen mit
einem Verkehrsplaner nun die Arbeiten zur Umsetzung des lange verzögerten
Tempo 30
aufnehmen.
PS, 20.10.2008
Die SP-Schwarzenburg unterstützt die untenstehenden Vorhaben tatkräftig und ist überaus froh, dass Ihre Mitglieder im Ausschuss vorhanden sind bzw. aktiv mitarbeiten.
Ein Ausschuss der Tiefbaukommission mit weiteren Dorfvertretern aus verschiedenen Bevölkerungskreisen hat im Auftrag des Gemeinderates von Wahlern mit einem Verkehrsplaner seit Jahren ein Konzept "Tempo 30 in Quartieren" für das Dorf Schwarzenburg ausgearbeitet.
Leider werden den Bestrebungen, die von der Bevölkerung
mehrfach an der Gemeindeversammlung gutgeheissen wurden, aus verschiedenen Richtungen
torpediert. So hat es ein Einsprecher fertiggebracht, die Einführung von
Tempo 30 in Wohnquartieren bisher zu verhindern und dies, obwohl er nur in einem
der vorgesehenen Quartiere wohnt! Seine Argumente wurden von der zuständigen
Regierungsstatthalterin gestützt.
Glücklicherweise hat der Gemeinderat die Angelegenheit nicht auf sich beruhen
lassen und das Verfahren an das Verwaltungsgericht weitergezogen, wo die Argumente
des Einsprechers auf taube Ohren stiessen. Da dieser sich nicht damit abfinden
konnte, hat er das Verfahren tatsächlich an das Bundesgericht weitergezogen.
Es ist zu hoffen, dass das Bundesgericht das Geschäft bald behandeln wird, so dass die Mehrheit der Bevölkerung endlich zu ihrem Recht kommt, wie das in einer Demokratie eigentlich üblich sein sollte. Seit dem Urteil des Verwaltungsgerichts sind nun schon wieder fünf Monate verstrichen...
PS, 28.09.2008
Tempo 30 im Wohnquartieren - Dokumentation einer Leidensgeschichte
Noch können sich die Bewohner der Schwarzenburger Wohnquartiere nicht auf Tempo 30 freuen. Der Einsprecher kann das Urteil des Verwaltungsgerichts nicht akzeptieren und zieht den Fall nun tatsächlich ans Bundesgericht weiter:

PS, 30.05.2008
Tempo 30 im Wohnquartieren
Seit Jahren setzt sich die SP Schwarzenburg für
Tempo 30 in Wohnquartieren ein. Schliesslich entschied sich die Gemeindeversammlung
vom Mai 2006 für die Einführung solcher "Tempo-30-Zonen".
Ein Gemeindebürger erhob Einsprache gegen diesen Entscheid, diese wurde
von der Statthalterin gutgeheissen.
Der Gemeinderat entschloss sich, die Angelegenheit weiterzuziehen, kürzlich
entschied das Verwaltungsgericht als nächsthöhere Instanz.
Zeitungsausschnitte: grosser Artikel aus "Der Bund" vom 11.4.08 /
kleiner Artikel aus "Berner Zeitung" vom 11.4.08


PS, 18.04.2008